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Ehrenmitglied August Grundner – Nachruf

Unser Verein musste Abschied nehmen von seinem Ehrenmitglied August Grundner, der im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Der „Schuasta Gust“ ist schon im Frühjahr 1946 dem Trachtenverein beigetreten und war seit seinem Beitritt aktives Mitglied. Über 57 Jahre hat der Gust mit seiner Arbeit den Verein in verschiedenen Ämtern vorangebracht. So war er: von 1950 bis 1955 Vorplattler, von 1955 bis 1956 Schriftführer, von 1962 bis 1974 2. Vorstand und von 1956 bis 1962 sowie von 1974 bis 2007 Kassier. Bei allen Festen des Vereins in der Nachkriegszeit hat er maßgeblich zum Erfolg beigetragen und freute sich schon, das 100-jährige mitfeiern zu können.

Für seine hohen Verdienste um den Verein und um das Ehrenamt ist er im Jahr 1996 mit dem Goldenen Gauehrenzeichen des Gauverbandes I und dem Ehrenzeichen des bayer. Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet worden. Im Jahr 2006 ist er zum Ehrenmitglied unseres Vereins ernannt worden. 2016 hat der Gust für seine 70-jährige aktive Mitgliedschaft vom Gauverband I den Gaukrug erhalten.

Wir mussten uns von einem verdienten Vereinsmitglied verabschieden, das sich fast sein ganzes Leben lang für Tracht und Brauchtum und unser Hoamat eingesetzt hat. Da Schuaster Gust war bei allen Anlässen durchs Jahr hindurch von unserem Verein und von unserem Dorf nicht wegzudenken. Wir erinnern uns an ihn bei den Theateraufführungen als Theaterspieler und lange Jahre als Kassier, bei der Trachtenwallfahrt nach Maria Eck, als Delegierter bei Gauversammlungen und „Kümmerer“ bei zahllosen besuchten Gau- und Trachtenfesten, ob in früheren Jahren als Gründungsmitglied bei den Goaßlschnoizern oder bei der Wiedereinführung der Leonhardifahrt in Thambach. Bei unzähligen Festen und kirchlichen Anlässen war der Gust mit seiner Familie – selbstverständlich mit der Tracht– immer wenn es gegangen ist, dabei.

Gern erinnern wir uns vor allem aber an seine Hilfsbereitschaft, wenn so mancher renovierungsbedürftige Haferlschuh eine neue Sohle gekriegt hat und seine Geselligkeit mit seinem Witz und den von ihm so gern erzählten Anekdoten und Geschichten aus früheren Zeiten. Er war für die jüngeren Vereinsmitglieder Vorbild und hat mit seiner Persönlichkeit immer dafür gesorgt, dass im Verein zusammengehalten worden ist.

Über viele Jahre hat der Gust als Begleiter unserer Fahne verstorbene Vereinsmitglieder würdig auf ihrem letzten Weg begleitet und es ging nach dem vorangegangenen Requiem in der Pfarrkirche eine große Trauergemeinde mit vielen Trachtlerinnen und Trachtlern mit auf seinem letzten Erdenweg. Den Trauerzug führten die Trachtenblaskapelle Ramsau und die Trachtenfahne an, vier Trachtenkameraden trugen ihn zum Grab, an dem 2. Vorstand Alois Aigner in einer bewegten Ansprache an die Verdienste des Verstorbenen erinnerte, in dankbarer und herzlicher Verbundenheit einen Kranz niederlegte und Abschied nahm mit den Worten „Lieber Gust mia nehman Abschied von Dir mit unserm Hoamatgruaß „Pfiat di Gott“. Mia wern di net vergessen!“

Festwirt und Festverein helfen zusammen

Festwirt mit Festverein bei der Spendenübergabe

Bis Ostern gibt es bei unserem Festwirt für unser Gründungsjubiläum im Sommer 2020 Mayer Peter aus Ramsau noch Schmankerlwochen. 10 % der Umsätze seiner Schmankerlhütte kommt dabei den aufgerufenen Vereinen als Spende zugute. In einer Woche im Januar war unter dem Monatsmotto „Tradition“ auch unser Verein an der Reihe. Jetzt fand die Spendenübergabe statt. Für den Verein kamen 140 € an Spenden zusammen. Herzlichen Dank Peter und Susanne! Wir freuen uns schon auf eure Schmankerl bei unserem Gründungsfest.

Motto im Januar: Tradition
mit den Blaskapellen Kirchdorf und Ramsau sowie den Trachtenvereinen Lengmoos und Reichertsheim

Begeisternder Kirtamontag-Volksmusikabend

Schmissig und „mit Riß“ leitete die Schladl-Musi, eine boarische Tanzlmusi, die sich 2008 auf dem Schladlhof in der Nähe von Altötting zusammenfand, mit dem „Marsch der Witzigkeit“ den Volksmusikabend am Kirchweihmontag im Gutsgasthof in Thambach ein.

Die Schladl Musi

Dass sich der Volksmusikabend in Thambach gut eingebürgert hat bewies der bis auf den letzten Platz gefüllte Saal. Aus dem Pongau im Land Salzburg stammt die Ansagerin des Abends Christina Kellner. Sie sprach die verbindenden Worte und wusste Musik und Gesang mit Anekdoten und Geschichten in Reimform zu würzen. Ebenfalls beteiligt ist die Ansagerin bei der Kidl-Partie – vier Frauen mit Harfe, Kontrabass, Hackbrett und Ziach, die sich aus Musikseminaren kennen und ebenfalls schwungvoll mit dem „Vogelfrei-Landler“ begannen.

Die Kidlpartie mit Ansagerin Christina Kellner am Hackbrett

„Da Summa is umma“ hieß es beim Chiemseewinkl-Dreigsang, der mit weiteren Jagd- und Liebesliedern aufwartete. Selten gehörte Lieder, wie das vom Zwetschgendatschi waren vom Haager Viergesang zu hören. Auf den Zwiefachen „S’Suserl“ reimten sie Strophen über die neuen Kommunikationsarten Internet und Whats App, kamen aber dann doch wieder auf das bewährte Zwischenmenschliche zurück.

Chiemseewinkl-Dreigsang

Die drei Gitarristen vom Kirchschlager Gitarrentrio erinnerten zum Eingang mit dem Boarischen „Im Löwenbräu“ an das vergangene Oktoberfest und bestachen bei allen Stücken mit ihrer Spielweise. Traditionell und zu Kirchweih passend ist mit Kesselfleisch, Schlachtschüssel und Schweinswürstl die Verpflegung in der Pause.

Haager Viergesang

Etwas stiller und nachdenklicher gestaltete sich anschließend das Programm mit dem Jodlerlied „Jetzt ziagt der Herbst ins Land“ vom Haager Viergesang, dem Kehlburger Jodler und Walzer von der Kidlpartie, dem Herbstlied „Braune Wiesn, nasse Steigerl“ vom Chiemseewinkl-Dreigsang, dem „Bolsena-Walzer“ vom Kirchschlager Gitarrentrio und dem Walzer „Herzblut“ von der Schladl-Musi.

Der Beifall zwischen den Stücken bewies, dass es den Besuchern gefallen hat. Der überwältigende Applaus zum Schluss bewog die Ansagerin zu ihrem Vorschlag, gemeinsam mit den Besuchern unter Begleitung der Musikanten das Lied „Lasset uns das Leben genießen“ zu singen. Begeistert und mit Überschwang erschallten die Liedklänge zum Abschluss eines gelungenen Abends.

Die nächste Veranstaltung der Reichertsheimer Trachtler im Gutsgasthof in Thambach ist der Leonharditanz der Aktiven am Freitag, 8. November unter dem Motto „A ganz Wirtshaus voi Musi. Es spuin auf die Röthensteiner Musikanten, die Duanix-Musi und K4.

„Der siebente Bua“: Premiere mit Erfolg

Auf Geheiß ihres Vaters nehmen die sechs Kornreuther-Buam vor dem Flügeladjutanten Aufstellung und lassen den König hochleben.

Ein volles Haus zur Premierenvorstellung hatte die Theatergruppe des Trachtenvereins Reichertsheim mit dem neuen Stück „Der siebte Bua“ für das heurige Frühjahrstheater. Die Laienspieler freuten sich über den zahlreichen Applaus, der sich bisweilen zu wahren Beifallsstürmen steigerte. Die Komödie in drei Akten von Max Neal und Max Ferner versetzt die Zuschauer gut 100 Jahre zurück in die Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg, als Bayern noch eine Monarchie war und einen König hatte. Die Aufführung kommt keineswegs altbacken daher, denn frisch und gewitzt spielen die Darsteller auf. Die Regieführung unter Georg Hanslmeier und Richard Schwarzenbeck bewies mit der Rollenverteilung eine glückliche Hand und so werden die verschiedenen Charaktere, die auf die Bühne treten, überzeugend und authentisch dargestellt.

Ein neuer Anzug für den Kornreuther

Der Kleinbauer Simon Kornreuther (Anderl Gruber) sieht der Geburt seines siebten Buam mit Stolz entgegen. Doch sein „siebter Bua“ wird ein Mädchen. Aus Angst vor dem jährzornigen Bauern halten die Hebamme (Claudia Kropf), seine Frau Genoveva (Christina Binsteiner) und deren Schwester Leni (Anne Knollhuber) die „schlechte“ Botschaft vorerst zurück und geben die Tochter als Sohn aus, auch weil beim siebten Buam die Patenschaft des Königs und eine dicke Geldprämie winken. Mit Hilfe seines schlitzohrigen Freundes Anderl Brucklechner (Sepp Konstantin) meldet Kornreuther den erfreulichen Familienzuwachs in die Residenz, worauf dieser vom königlichen Flügeladjutanten (Gust Grundner jun.) begutachtet wird. Vom direkten Draht der Kornreuthers zum Königshaus will natürlich jeder profitieren. Deshalb gehen bald alle Dorfbewohner bei den frischgebackenen „Verwandten“ des königlichen Hauses ein und aus. Neben dem kleinmütigen Schneidermeister Ignaz Stanglhofer (Hardl Holzgaßner), dem scheinheiligen Ökonomen Pongratz Kleemeier (Konrad Nußreiner) erhoffen sich auch der titelsüchtige Englhofbauer Matthias Roggenberger (Gerhard Hanslmeier) und dessen Sohn Georg (Stefan Wimmer), der mit der Schwester der Kornreutherin eine Liebelei hat, Vorteile. Den Schwindel versucht derzeit der im Trüben fischende Gendarm (Josef Bibinger) aufzuklären. Einen wichtigen Part spielt der Postbote (Georg Hanslmeier) dessen überbrachter Brief aus der Residenz zum Schluss noch für etwas Aufregung aber dann doch für die Beruhigung der Lage sorgt. Einer der vielen Höhepunkte ist der Aufmarsch der sechs Kornreuther-Buam, die sich vor dem Flügeladjutanten wie die Orgelpfeifen aufstellen und den König hochleben lassen.

Seine Majestät erhält Nachricht von der Geburt des siebenten Buben

Resi Huber, Monika Lechner und Christine schminkten und kostümierten die Darsteller in gekonnter und treffend für ihre Rollen, die Souffleuraufgabe übernehmen Sabine und Richard Schwarzenbeck.

Schon das Betreten des Gutsgasthofs in Thambach erfreut die Besucher, denn fleissige Frauenhände haben eine prächtige Frühlingsdekoration in den altehrwürdigen Fletz gezaubert und vom Saal herunter ertönt die Theatermusik, die auch in den Pausen und nach den Aufführungen aufspielt.

Die Reichertsheimer Theaterspieler freuen sich auf die weiteren Aufführungen am Freitag, 12. April und Samstag, 13. April, jeweils um 20.00 Uhr sowie am Sonntag, 14. April um 14.00 Uhr und um 20.00 Uhr.

Wirtshaussingen in Reichertsheim

Beste Stimmung gab es auch heuer beim Wirtshaussingen im voll besetzten Gasthaus Wagenspöck in Reichertsheim. Ungebrochen ist die Beliebtheit dieser geselligen Veranstaltung, zu der der Trachtenverein einlädt und Kreisheimatpfleger Dr. Reinhard Baumgartner seit vielen Jahren mit seiner Zither nach Reichertsheim kommt. Er hatte bekannte und auch weniger bekannte Lieder mitgebracht, was nichts ausmacht, denn er spielt die Melodie, singt vor und dann geht es los, oft auch mit 2. Stimme.Mit Liedern aus dem Berufsleben, wie „Mir san frische Holzer“, dem Fuhrmannslied „In da Fruahwann der Hoh macht an Krahra“ und dem Jägerlied „“I hab a Gamserlg‘schossn“ wurde begonnen. Gstanzl von „Die ratschatnLeut“ und Scherzlieder wie „Wann i mein Huat in Wasser schmeiß, kann er netverbrenna“, „Die Brautschau“, die von vier feschen Burschen auf der Suche nach einer Hochzeiterin erzählt, ein Loblied auf „Das Kanapee“ und andere Lieder erklangen in der Gaststube und sorgten für fröhliche Stimmung, bevor zum Abschluss das Lied mit der Frage „Frau Wirtin, was samma denn schuldig?“ angestimmt wurde. Unterstützt wurde Baumgartner von den Vereinsmusikanten und von „Fast nur Blech“, die zwischen den Liedblöcken fleissig aufspielten. Angeregt durch das angestimmte „Prosit der Gemütlichkeit“ wurden nach den Liedblöcken die Stimmbänder wieder geschmiert. So verging ein Abend mit heiteren Liedern, bodenständiger Volksmusik und in froher Gesellschaft wie im Flug.

Ehrungen bei der Weihnachtsfeier 2018

Ehrungen und Gratulationen gab es bei unserer Weihnachtsfeier 2018. Eine Freundin und Unterstützerin der Trachtensache ist Bürgermeisterin Annemarie Haslberger. Sie vollendete vor kurzem das 70. Lebensjahr. Ihr gratulierten und dankten die beiden Vorstände Lois Aigner (links) und Gust Grundner (rechts) und überreichten eine Gauchronik des Gauverbandes I. Seit fünfzig Jahren sind Markus Halbedl (2. von rechts), Georg Reindl (3. von rechts) und Konrad Kirchthaler (2. von links) aktive Mitglieder des Vereins. Die Aktivitäten der drei verdienten aktiven Mitglieder würdigten die beiden Vorstände mit Dankesworten und überreichten je eine Gauchronik.

Premierenwochenende in Thambach erfolgreich!

In eindrucksvoller Form präsentierte sich die Theatergruppe des Trachtenvereins bei der Premiere des Stücks „As blaue Aug“ am letzten Samstag und dessen Wiederholung am Sonntag in Thambach. Das Betreten des altehrwürdigen Gasthofs entlockt den Besuchern ein freudiges Staunen angesichts des prächtig adventlich geschmückten Fletz. Die Begeisterung der Zuschauer setzte sich im Saal in Anbetracht dessen, wie die Akteure den Dreiakter mit viel Szenenapplaus bedacht auf die Bühne brachten, fort.
Die beiden Spielleiter Georg Hanslmeier und Richard Schwarzenbeck bewiesen bei der Auswahl des Bühnenstücks, das Parallelen mit der berühmten klassischen Komödie „Der zerbrochene Krug“ erahnen lässt, einmal mehr ein gutes Gespür für Rollenbesetzung und Regie. Geschminkt, frisiert und kostümiert wurden die Laienspieler von Resi Huber, Monika Lechner und Christine Hanslmeier. Die Souffleuraufgabe hat Sabine Schwarzenbeck übernommen. Für die gute Versorgung im Saal der Gäste sorgt die Bewirtungsmannschaft des Trachtenvereins.
Seltsame Geschehnisse nach einem Stiftungsfest, bei dem Alkohol in großen Mengen floss, bringen ein ganzes Dorf in Aufruhr. Bei der Magd Agnes Witt (gespielt von Christiane Konstantin) versucht ein Unbekannter zu fensterln, bei einem Bauern einer einzubrechen und bei der Witwe Gerda Vock (Claudia Kropf) bellt der Hund die ganze Nacht. Die vermeintlichen Einbrecher können jeweils mit kräftigen Schlägen in die Flucht geschlagen werden. Am nächsten Tag haben sowohl der örtliche Schreinermeister Anderl Zietz (Anderl Gruber), in dessen Wohnstube die Handlung spielt, und dessen baldiger Schwiegersohn Hans Dallmann (Michael Riegl) in blaues Auge. Das lässt natürlich Raum für die wildesten Spekulationen. Der mit den Dorfbewohnern befreundete Polizist Jakob Pingel (Josef Bibinger) nimmt seine Ermittlungen auf und verhört die durch ihre blauen Augen Verdächtigen kräftig. Die Schlüsse, die er zieht, führen jedoch begünstigt durch seinen nicht gerade kriminalistischen Scharfsinn auf Abwege. Die Verlobung von Bine, der Tochter des Schreinermeisters (Bettina Stöckl) droht in die Brüche zu gehen, zumal auch noch ein Eifersucht auslösender Brief gefunden wird. Der wegen seiner Trinkfreudigkeit gekündigte Schreinergeselle Dieter Kahl (Stefan Wimmer) wird vom Meister Anderl Zietz wiedereingestellt, da er ihn durch seine Aussagen zu entlasten verspricht. Eine große Rolle spielt der andere Geselle Fritz Lachmund (Richard Schwarzenbeck), der durch seinen nicht gerade großen Arbeitseifer, seine Einfalt und Wortkargheit auffällt. Er hat ein Auge auf die Magd Agnes Witt geworfen hat. Er kann die Zuneigung nicht richtig zum Ausdruck bringen und erfährt deshalb auch keine Erwiderung. Schließlich liegt aber bei ihm der Schlüssel zur Entwirrung der seltsamen Geschehnisse und so können in Ähnlichkeit zum „Zerbrochenen Krug“, wo es nur ein Paar ist, zum Abschluss des Stücks gleich mehrere Paare zusammenkommen.
Die Reichertsheimer Theaterspieler freuen sich schon auf das kommende  Wochenende mit seinen vier weiteren Aufführungen am Freitag, 14. Dezember und am Samstag 15. Dezember jeweils um 20.00 Uhr sowie am Sonntag, 16. Dezember um 14.00 Uhr und um 20.00 Uhr.

Informationen sind auch unter Facebook zu finden.

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